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weiss urban wird VOLTAIRE

2. April 2019

von Jörn Weiss und Tobias Urban










Kinder, wie die Zeit vergeht! Das Jahr 2019 ist für weiss urban Jubiläumsjahr. Angefangen hat‘s im Jahr 2009 – mitten in der Wirtschaftskrise. Der reine Wahnsinn! Mit zwei Computern, zwei Stühlen und zwei Tischen, in einer schäbigen Bude auf dem Dorf, Eingang durch den Keller. Jedoch: mit reichlich Wille zweier Gründer: Jörn Weiss und Tobias Urban. Kurz: weiss urban. Zeit, Rückschau zu halten und Anlass für einen großen und für uns bedeutenden Schritt: weiss urban wird VOLTAIRE!

Start-ups sind meist super cool – vor allem, wenn sie innovative Produkte und Dienstleistungen präsentieren, die die Menschheit noch nicht gesehen hat. Im Falle von weiss urban war der Coolness-Faktor eher bescheiden: Marketing, Kommunikation, Design – so lautete 2009 unser Dienstleistungsangebot, mit dem wir uns in eine Armada von Agenturen einreihten. Werbeagenturen, Internetagenturen, Digitalagenturen, Kommunikationsagenturen. Die Frage war: Braucht die Welt jetzt noch eine? Eigentlich nicht. Oder doch?

Erfolgsgeschichte?


Wenn man bedenkt, dass statistisch gesehen mehr als 80 Prozent der Start-ups in den ersten drei Jahren scheitern, kann man 10 Jahre konstantes Wachstum wohl als Erfolg bezeichnen. Wachstum in Umsätzen, Kunden, Mitarbeitern und Fläche. Nicht explosionsartig, aber kontinuierlich. weiss urban hat sich behauptet mit Ausdauer, Investitionen in neue Dienstleistungen, hochwertigem technischem Equipment, aber auch umsichtigem Wirtschaften. Ja, auf all das sind wir heute ein wenig stolz – vor allem auf ein großartiges Team und wertvolle Netzwerkpartner.

Zufriedene Kunden?


Das können nur die Kunden selbst beantworten. Wir meinen aber, dass langjährige Kooperationen zumindest ein Indikator dafür sind. Wichtig sind uns gegenseitige Wertschätzung, Respekt und ein offenes Wort, auch und erst recht, wenn mal was nicht passt. Wir lernen aus Fehlern und sind immer bestrebt, uns zu verbessern. Weil wir es wollen.

Wind of Change


10 Jahre weiss urban stehen neben allen positiven Entwicklungen auch für einen konstanten Wandel und einen Dauer-Start-up-Modus. Zwar sind die Gründer Jörn Weiss und Tobias Urban schon seit dem Jahr 1994 im Kommunikations- und Internet-Business unterwegs, doch der Wandel, der sich in den letzten zehn Jahren durch die Digitalisierung vollzogen hat, ist atemberaubend und beispiellos. Werbung und Kommunikation sind heute nicht mehr das, was sie einmal waren.

Über Jahrzehnte etablierte Prozesse sind heute in Frage gestellt, es gibt noch mehr Channels, Touchpoints und Möglichkeiten, sie machen Marketing und Kommunikation zu einer unglaublich komplexen Mission. Es geht deshalb verstärkt darum, Veränderungen schnell zu erkennen, neue Themen und Technologien in kürzester Zeit zu ergründen, auf Relevanz zu prüfen – und anzuwenden. Alles ist komplizierter geworden, vielschichtiger und oft auch rätselhafter. Wir sind überzeugt: Es braucht neue Konzepte und Antworten – die gute alte Werbeagentur hat ausgedient.

Creative Company


Wahrnehmungsvermögen, Reflexionsfähigkeit, Gestaltungs- und technologische Kompetenz, sowie der Umgang mit Unplanbarkeit und Ambiguität sind heute entscheidende Erfolgsfaktoren. Die Creative Company steht für Weiterdenken, Vordenken und Querdenken. Für Beobachtung, Trend Scouting und Einordnung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen – mit dem Ziel, diese für Unternehmen nutzbar zu machen.

Sie steht für ein Agenturmodell, das tiefer geht, als nur die Resultate einer zuvor erfolgten Produktentwicklung nachträglich zu bewerben und dafür Kampagnen zu entwickeln. Bei vielen Unternehmen und Projekten sind wir schon heute früh in Entwicklungsprozesse involviert oder liefern Ideen, Erkenntnisse und Daten, die zu solchen führen. Wir unterstützen darin, „Business-Probleme“ zu lösen und agieren als Berater in komplexen Fragestellungen im Kontext von Kommunikation, Marketing und Vertrieb. Und selbstverständlich sind und bleiben wir eine Kreativagentur. Kurzum: Aus genau diesen Gründen ruht unser Geschäftsmodell künftig auf zwei Säulen: Strategic Consulting und Creative Communication.

weiss urban wird VOLTAIRE


All das führte dann zur Erkenntnis, dass wir eigentlich ein neues Dach und einen neuen Namen benötigen. Zum einen, weil der Inhaber-Doppelname eben typisch für Werbeagenturen ist, aber auch (und noch wichtiger), weil es schon länger nicht mehr nur um den „Weiss“ und den „Urban“ ging. Denn auch unsere Mitarbeiter und Netzwerkpartner sind von Bedeutung. Sie leisten wichtige Beiträge, geben Impulse und bringen uns voran. Ein neuer Name ist also auch eine neue Plattform und schafft mehr Raum für Phantasie und Identifikation. Wir brauchten also einen neuen Namen – und wir haben ihn gefunden: VOLTAIRE.

Zunächst: Voltaire (eigentlich François-Marie Arouet – „Voltaire“ war sein Künstlername) war ein französischer Philosoph und Schriftsteller, der von 1694 bis 1778 lebte. Er ist einer der meistgelesenen und einflussreichsten Autoren der französischen und europäischen Aufklärung, die übrigens in erstaunlich vielen Punkten der heutigen Zeit ähnelt. Ihr Slogan: „Sapere aude“ – Gebrauche deinen Verstand!

Wir sind überzeugt: Lebte Voltaire in der heutigen Zeit, wäre er wohl eine Art Harald Schmidt, ein Edward Snowden, eine Oprah Winfrey oder eine Elfriede Jelinek. Er war ein Mensch mit Gespür für Unsichtbares und Unausgesprochenes. Einer, der kein Blatt vor den Mund nahm. Er war ein Mensch mit hervorragender Beobachtungsgabe, reichlich Humor und jeder Menge Einfühlungsvermögen. Er war ein „Kommunikationsexperte“ im besten Sinne und repräsentiert wie kaum ein anderer seiner Zeit kritische Distanz zu seiner Umwelt, analytisches Denken, aber auch bildhaftes Formulieren. Ein Frühwarnsystem und Impulsgeber, der zudem der Versuchung erfolgreich widerstand, die Welt in einem „Denkmodell“ zu erklären. Eine ideale Leitfigur also.

What would Voltaire say?


Sie fragen sich jetzt: Wär´s vielleicht auch eine Nummer kleiner gegangen, als ausgerechnet den Namen eines französischen Denkers anzunehmen? Unsere Antwort lautet: theoretisch ja. Allerdings: Unzählige alternative Namensschöpfungen, Allegorien und Methapern konnten uns in einem über einjährigen Prozess nicht überzeugen. VOLTAIRE war von Anfang an nicht nur eine schöne Story und ein gut klingender Name, sondern eine Dimension, die in unseren Projekten plötzlich zu einem neuen Faktor wurde – in Gestalt einer simplen Frage: What would Voltaire say – or do? Wie würde er eine Aufgabe oder Situation beurteilen, bereinigt um Erfahrung, Gewohnheit und Ideologie? Was würde er verändern wollen und was erhalten? Was nähme er ernst und worüber würde er spotten? Was sind gangbare Wege und was ist einfach nur Bullshit? Man könnte das endlos fortsetzen – VOLTAIRE ist in jedem Fall eine lebendige Inspiration, ein Leitbild und noch viel wichtiger: ein neues Unternehmenskonzept. Eines, das gerade erst begonnen hat und noch einiges vorhat. Bleiben Sie uns also gewogen und vor allem: Bleiben Sie gespannt!

Herzlichst, Ihr VOLTAIRE-Team

 

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